Gedenktag der Tscherkessen 


 Die Tscherkessen- ein autochthones Volk im Nordkaukasus -haben das Schicksal in einem geopolitisch wichtigen Gebiet angesiedelt zu sein. Seit dem Altertum wurden ihnen ständig Verteidigungskämpfe aufgezwungen, so dass sie sich nicht, haben kulturell entwickeln können, wie andere Völker.


Die ständige Bereitschaft zur Verteidigung ihrer Heimat, nahm bis zu letzte ihre Kraft in Anspruch. Sie hatten nie die Chance,  nach ihren hervorragenden  Möglichkeiten, die ihnen ihre Sitten und Gebräuche boten, sich zu entwickeln und zu entfalten. Einzelnen  Angriffe der direkten Nachbarn von allen Seiten, und sogar die der Mongolen, haben sie bis zum 18.Jh, überstanden. Als dann, im 18. Jh., die sich bitter konkurrierende  Großmächte, wie England, Russland , Frankreich und das Osmanische Reich unw. ihre planmäßige Realisierung ihrer Eroberungs- und Kolonialpolitik, sich  auf den Kaukasus richtete, erzeugte erbitterten Widerstand der Tscherkessen. Mit der Eskalation des Krieges war das Schicksal der Tscherkessen besiegelt. Russland mit seiner kampferprobten, und gut gerüsteten regulären Armee, zahlenmäßig weit überlegen und mit einer Waffenindustrie im Hintergrund, gegen die sehr schwach gerüsteten Tscherkessen, als Partisanen. Standen sie nun von 1763- bis 1864 gegenüber.

Die anderen Großmächte, die Russland, den Sieg verwehren wollten, begnügten sich,  mit intensiver Ermunterung der Tscherkessen  zum Durchhalten, ohne aber die versprochenen Waffen  zu liefern. Mit der Ausrottung der meisten Tscherkessen und der Vertreibung von 90% der Überlebenden aus ihrer Heimat, ist dieser Krieg  am 21.Mai 1864 beendet worden. Wie blutig und erbarmungslos dieser hundertjährige Krieg geführt wurde, und unmenschlich die Verschiffung der Vertriebenen erfolgte, ist die Ursache des unvergesslichen kollektiven Traumas bei den Tscherkessen und der Entstehung der „ Tscherkessischen Frage“. Tscherkessen im Kaukasus, leben heute zwar friedlich mit vielen anderen Ethnien, aber  politisch und geographisch  voneinander getrennt  in verschiedenen  Republiken, was aber langfristig ihr kulturelles Überleben bezweifeln lässt.   Tscherkessen der Diaspora, leben als geschätzte Minderheiten in vielen Ländern wie Türkei ca. 4 Mio., Syrien u. Jordanien je ca.100 Tsd., Israel, USA und Europa.  Sie sind loyal und gut integriert. Die Gewissheit jedoch, dass ihr kulturelles Überleben, nur durch Repatriierung in ihre historische Heimat gesichert werden kann, belastet ihr Dasein. Durch die Bürgerkriege in den Gastländern, wie es 1998 in Jugoslawien und jetzt in Syrien, wird der Wunsch gestärkt, das rettende Ufer in der eigenen Heimat zu suchen. Anders als damals bei ihrer staatlich organisierten Vertreibung der Fall war, werden die rückkehrwilligen Tscherkessen aus Syrien, hilflos ihrem Schicksal überlassen.  Mit  bürokratischen Hindernissen, wie Quotenregelungen und erschwerte Visa Bedingungen werden sie an die Rückkehr in ihre Heimat behindert. Keine Nation kann sich seiner Geschichte entziehen. Die Zeit ist reif, auch für die Erben der Großmächte, die die Verantwortung für unser Elend tragen, sich dem vorbildlichen Beispiel Deutschlands, couragiert anzuschließen.  Unser Ziel ist nicht alte Wunden aufzureißen und neue Feindseligkeiten zu schüren. Die Tscherkessische Frage kann jedoch nicht, wie bisher von der Völkergemeinschaft ignoriert und verschwiegen bleiben. Die bisher, bewusst vernebelte Geschichte der Tscherkessen und ihr Schicksal muss objektiviert werden. Auch neu zugängliche Archive, laden Historiker dazu ein. 

Die Föderation der Tscherkessischen Kulturvereine in Europa  e.V. appelliert an allen demokratischen und menschen- und völkerrechtlichen Organisationen, sich auch diesem Thema zu widmen.

 

Der Vorstand der Föderation der Tscherkessischen Kulturvereine in Europa

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