Nachruf auf Ishak Shumafovich Mashbash (1930–2026)
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Nachruf auf Ishak Shumafovich Mashbash (1930–2026)

Am 7. September 2026 ist eine der bedeutendsten Stimmen der adygeischen Literatur verstummt. Im Alter von 96 Jahren verstarb Ishak Shumafovich Mashbash – ein großer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, der sein gesamtes Leben dem Erhalt und der Entfaltung unserer Sprache, Geschichte und Kultur gewidmet hat.

Sein literarisches Erbe ist unermesslich. Aus seiner Feder stammen mehr als 80 Bücher, darunter Meilensteine wie „Adygen“, „Khan-Girey“, „Die Mühlsteine“ und „Das Rad der Zeit“. Darin setzte er dem Schicksal, den Werten und der Identität des adygeischen Volkes ein unvergängliches Denkmal. Einem breiten Publikum bleibt er vor allem als Verfasser des Textes unserer Nationalhymne der Republik Adygea in Erinnerung.

Auch als Brückenbauer zwischen den Kulturen leistete Mashbash Historisches: Er übertrug Klassiker von Puschkin, Lermontow, Jessenin und Majakowski meisterhaft ins Adygeische und wirkte maßgeblich an der Übersetzung des Heiligen Korans ins Tscherkessische mit.

Für sein lebenslanges Schaffen wurde er vielfach geehrt, unter anderem als Volksschriftsteller von Adygea, Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien sowie Abchasien und 2019 mit dem Titel „Held der Arbeit“.

Mit Ishak Mashbash verlieren wir nicht nur einen großen Autor, sondern ein kulturelles Fundament. Seine Worte bewahren unsere Geschichte, seine Sprache trägt unsere Identität weiter.

Möge seine Seele in Frieden ruhen. Sein Werk und sein Name bleiben unvergessen.