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Rückblick auf die 12. Tscherkessischen Kulturtage in München

Die jüngsten Tscherkessischen Kulturtage, organisiert vom Tscherkessischen Kulturverein München e. V. (München Xase), brachten am vergangenen Wochenende ein Stück Heimat nach Bayern. Das dreitägige Event, das vom 3. bis 5. April 2026 in Bad Tölz und im Herzen Münchens stattfand, war ein voller Erfolg und ein lebendiges Zeichen für den Erhalt der tscherkessischen Kultur in der europäischen Diaspora.

Zahlreiche Gäste aus ganz Europa sowie Vertreter von Organisationen aus der Türkei (wie İKKD und KAFFED) folgten der Einladung. Die Veranstaltung bot den perfekten Rahmen, um Brücken zwischen den Generationen zu schlagen und die reiche Geschichte sowie die lebendigen Traditionen der Tscherkessen gemeinsam zu feiern.

Die Höhepunkte des Wochenendes:

  • Djegu und Zexes bis in die Morgenstunden: Ein zentraler Bestandteil des Wochenendes waren der traditionelle Tanz und die Musik. Der Djegu und das Zexes zeigten die ungebrochene Lebensfreude und Energie der Gemeinschaft.
  • Seminare zur tscherkessischen Historie und Gegenwart: Am Samstag boten vielfältige Workshops und Vorträge tiefe Einblicke in die Kultur. Highlights waren unter anderem der Vortrag von Hans Jörg Mandler zum „Denkmal Irschen“, Fatih Ekims Beitrag „Belleğin Sesi“, eine Buchvorstellung zur tscherkessischen Geschichte von Hüsnü Göztas sowie ein Vortrag über Kabardiner-Pferde von Tobias Knoll. Auch kreative Angebote wie „Malen für Kinder“ und die Filmvorführungen "Süheyla" und "Last Call Tscherkessien" bereicherten das Programm.
  • Kulturabend im Kurhaus Bad Tölz: Das große Saal-Programm im Kurhaus in Bad Tölz bot eine beeindruckende Bühne für internationale Künstler. Mit dabei waren die Tanzgruppen Ensemble PSE (München Xase) und Ensemble Nart Xeku (Stuttgart Xase). Musikalisch bereicherten den Abend die Opernsängerin Nafset Chenib, die Musiker Mert Aksoylu und Blan Jaloqua, die Gruppe Gughe aus Köln sowie die Chorgruppe Adige Wered. Ein besonderer internationaler Akzent wurde durch die Musikerinnen Sara und Silvia Migliorini gesetzt.
  • Sichtbarkeit im öffentlichen Raum: Den krönenden Abschluss bildete am Sonntagnachmittag eine öffentliche Tanz- und Kulturvorführung (Djegu) auf dem Odeonsplatz in München. Vor der Kulisse der bayerischen Landeshauptstadt wurde die tscherkessische Kultur für ein breites Publikum sichtbar und erlebbar gemacht.

 
Dank an die Organisatoren
Ein großer Dank geht an das gesamte Team der München Xase sowie alle Helfenden der 12. Tscherkessischen Kulturtage. Ein besonderer Dank gilt dem Münchner-Vorstand Ahmet Göztas, Aleyna Göztas, Sendi Cicu, Ediz Göztas und Abrek Izci, die maßgeblich zum reibungslosen Ablauf beigetragen haben.

Die Kulturtage haben eindrucksvoll bewiesen, dass die tscherkessische Identität und Gemeinschaft auch nach Jahrzehnten der Diaspora lebendig und stark ist.

Alle Aufnahmen stammen von mhd_stash, der das Wochenende begleitete.